Schon wieder waren wir im Chaco zum drehen
Schon wieder waren wir im Chaco zum drehen
Wir besuchten die Expo Rodeo Isla Poí und Concepción!
Wir besuchten die Expo Rodeo Isla Poí und Concepción!
Am Samstag den 16.6.2007 fuhren wir wieder einmal für 2 Tage in den Chaco. Dieses mal ging es nach Isla Poí zur 23.Expo Rodeo und am Sonntag über Pozo Colorado nach Concepción. Die Fahrt begann mit einer Neuigkeit, wir nahmen den ersten Chacotouristen zu unseren Dreharbeiten mit. Er wollte unbedingt den Chaco kennen lernen und war nach diesen 2 Tagen so begeistert, das er bei seinem nächsten Besuch die Chaco-Extrem Tour gebucht hat!
Morgens um 4:00 Uhr ging es los, wir, d.h. Georg, meine Frau Angela und Ich. Die Fahrt ging durch bis zu den "Toba Qom" Indianern (etwa km.200), die wir fast jedes mal besuchen, wenn wir auf der Ruta Trans Chaco fahren. Hier verteilten wir wieder einige Mitbringsel an die Kinder und bestaunten das zum trocknen, in Streifen geschnittene und auf einer Schnur aufgehängte Straussenfleisch (Ņandu). Bei der Weiterfahrt sahen wir einige Cowboys eine Viehherde zusammen treiben, als wir sie filmten, boten sie uns an, wir könnten ruhig mit reiten. Es war eine Herde von 600 Köpfen und unser Begleiter Georg stieg ohne Angst aufs Pferd und "half" beim Viehtrieb. Es ging etwa 2km. am Straßenrand entlang und dann zur nächsten Estancia, hier im Korral wurden die Tiere behandelt. Es ging weiter bis Bufalo Bill, wo wir frühstückten und dann die dort frei lebenden Tiere fotografierten. Um ca. 14:00 Uhr kamen wir zur Expo Isla Poí, gerade rechtzeitig um einige Pferderennen aufzunehmen, weiter ging es dann mit Wettkämpfen im Westernreiten (Barrel-Racing, Pole-Bending) weiter. Es war herrliches Wetter, die Ausstellung war sehr gut besucht und man muss den Mennoniten auch für die großartige Organisation ein Lob aussprechen! Nach diesem Programm gab es eine Pause bis 18:00 Uhr, die wir für einen Besuch in das neben an gelegene historische Fortin Isla Poí benutzten. Selbstverständlich wurde auch hier gefilmt und fotografiert. Pünktlich um 18:00 ging es dann weiter mit dem Zureiten wilder Rinder und Pferde. Wir waren erstaunt, über die Klasse der teilweise noch sehr jungen Reiter, sie waren Spitze. Gegen 20:00 verließen wir die Expo und machten uns auf den Weg zurück nach Bufalo Bill, wo wir gegen 22:00 todmüde ankamen.




Unser Georg half beim Viehtrieb.
Am nächsten Morgen ging es zurück nach Pozo Colorado und von hier aus weiter in Richtung Concepción. Die Strasse war leider in einem sehr schlechten Zustand, aber die schöne Landschaft ringsum glich das wieder aus. Immer wieder stoppten wir um die Gegend aufzunehmen. Auf etwa halber Strecke hatten wir großes Glück und trafen bei den YAKYE-AXA Indianern (ENXET) auf eine Hochzeitsfeier. Wir wurden herzlich empfangen und konnten stundenlang bei ihnen fotografieren und filmen. Es war sehr interessant, Angela probierte sogar von ihrem Festschmaus, Reis mit dem Fleisch vom Ameisenbär. Georg und ich lehnten dankend ab und verschoben unser Mittagessen lieber auf später. Nach weiteren zahlreichen Stopps kamen wir gegen 14:30 Uhr in Concepción an. Als erstes suchten wir eine Gelegenheit für ein verspätetes Mittagessen, anschließend machten wir einige Aufnahmen von der schönen Stadt mit ihrer gigantischen Statue der "Maria Auxiliadora", dem Wahrzeichen von Concepción. Weiter ging es zum Hafen, dem eigentlichen Ziel dieser Fahrt. Wir wollten die Schiffe begutachten, die Fahrten nach Fuerte Olimpo und Bahia Negra anbieten. Wir hatten Glück, beide lagen im Hafen. Aber was wir da zu sehen bekamen, war ein kleiner Schock, so schlimm hatten wir uns das nicht vorgestellt. Das Schiff nach Bahia Negra starrte vor Schmutz und ist mehr als primitiv und kann wahrscheinlich auch nur ein Auto mitnehmen. Das Andere machte einen besseren Eindruck, hat aber keine Kabinen und auf die Frage was es während der Fahrt zum essen gibt, gab es die Antwort:"da basteln wir schon etwas". Diese Eindrücke haben uns veranlasst, die ganze Fahrt noch einmal zu überdenken und wahrscheinlich zu ändern. Das Ziel bleibt auf jeden Fall das Gleiche, Bahia Negra und die Chamacoco Indianer. Es kann nur sein, das wir maximal 2 Tage auf einen Schiff bleiben und den Rest komplett mit dem Auto fahren. Es könnte sogar sein, das diese Tour noch extremer wird als geplant und das wir sogar bis zu den Sanddünen bei Serra León fahren. Nachdem wir einen neuen Kontakt zu einem Verantwortlichen des Nationalparks "Defensores del Chaco" bekommen haben, ist es wahrscheinlich das wir auch diesen Park durchkreuzen. Angeblich gibt es dort noch jede Menge wilder Tiere zum Aufnehmen.
Zurück ging unsere Fahrt dann außerhalb des Chacos, über Yby Yaú, Rio Verde, San Pedro und auf der neuen Ruta nach Arroyos Esteros über Tobati nach Caacupé, wo wir gegen 22:30 Uhr eintrafen.
Fazit der Reise, sehr anstrengend (es waren 1.300km.) aber wieder einmal sehr schön und es gab viele neue Informationen! Wie schon am Anfang gesagt, Georg war begeistert.
Gunter Dittmar
Copyright by Lucky S.R.L. Caacupé - Paraguay 2007